Flammspritzverzinken
Flammspritzen mit Draht oder Stab:
Beim Draht- oder Stabflammspritzen wird der Spritzzusatzwerkstoff im Zentrum einer Acetylen-Sauerstoff-Flamme kontinuierlich aufgeschmolzen. Mit Hilfe eines Zerstäubergases, z.B. Druckluft oder Stickstoff, werden aus dem Schmelzbereich die tröpfchenförmigen Spritzpartikel abgelöst und auf die vorbereitete Werkstückoberfläche geschleudert. Das Flammspritzen mit Draht ist ein verbreitetes Verfahren mit einem sehr hohen Spritzschichtqualitätsstandard.
Beim Flammspritzverzinken wird das Zink geschmolzen und direkt auf das entsprechende Bauteil oder Werksstück gespritzt. Damit diese Beschichtung optimal haftet, wird die Stahl- oder Gußfläche zuvor mit Sandstrahlen behandelt. Daraus ergibt sich ein dauerhafter Korrosionsschutz durch eine Schichtstärke von etwa 80 - 100 µm reinem Zink.
Nach dem Spritzverzinken kann die Oberfläche mit einer Farbschicht überzogen werden. Die feinraue Oberfläche, die durch die Flammspritzverzinkung entsteht, lässt sich sofort bei variabler Schichtstärke überlackieren.
Dieses Verfahren eignet sich für jedes Werkstück. Speziell für Bauteile, welche aufgrund ihrer Größe und Beschaffenheit nicht im Tauchbad (Feuerverzinken bei ca. 450° C) verzinkt werden können, bietet das Flammspritzverzinken Vorteile: Thermischer Verzug, wie er im Tauchbecken auftreten kann, wird vermieden. Die Anlage kann mobil eingesetzt werden, es gibt also keine Größenbeschränkung beim Beschichten
